Mantrailing / Personenspürhund

 

 

Das Wort Mantrailing stammt aus dem englischen Sprachgebrauch. (man = „Mensch“ und trail  = „verfolgen“).

Beim Mantrailing wird, im Gegensatz zur Trümmer- oder Flächensuche, eine Person anhand ihres Individualgeruches gesucht.

 

Die Suchart ist mehrere Hundert Jahre alt. In Deutschland wird das Mantrailing auch im Freitzeitbreich immer beliebter. 

 

Der Hund verfolgt beim Mantrailing den Geruch eines vorgegebenen Menschen, nicht die Bodenverletzungen. Es handelt sich also nicht um eine Fährtensuche. 

Der menschliche Geruch kann sich je nach Wetter- und Windverhältnissen mal mehr, mal weniger weit von der Tritt-Spur entfernt festsetzen.

 

(Quelle: Wikipedia)

 

Ein Mantrailer kann die Spur eines Menschen nicht nur über eine Wiese oder durch einen Wald verfolgen, sondern auch ohne Probleme im städtischen, bebauten Bereich. Im städtischen Bereich ist es für den Hund aufgrund der Begrenzungen durch Gebäude häufig einfacher dem Trail zu folgen als im "offenen" Wald.

 

Jede Hunderasse kann die Suchart des Mantrailings erlernen, es gibt nicht den Spezialisten unter den Hunden. Alle Hunde verfolgen gerne mit der Nase Spuren. Diese natürliche Neugier wird beim Mantrailing gefördert. 

Wie gut ein Hund-Mensch-Team sich im Mantrailing entwickelt und wie erfolgreich sie in der Suche sind, hängt davon ab wie gut das Team miteinander kommuniziert. Mantraling ist Team-Arbeit.

 

 

Vorraussetzungen Hund

Für den Bereich Realeinsatz im Mantrailing sind wesensstarke Hunde geeignet, da der Mantrailer auch in Stadtgebieten arbeitet, muss er umweltsicher und belastbar sein.

Er muss über längere Zeit konzentriert arbeiten können und Durchhaltevermögen zeigen.

Der Hund darf sich nicht dadurch von der Suche ablenken lassen, dass er von diversen Leuten angesprochen wird oder Autos hupen etc.

Auch gegenüber anderen Tieren muss der Hund sich neutral verhalten.

 

Der Hund muss motivierbar und menschenfreundlich sein, schließlich muss er eine fremde Person finden wollen.

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Im Freizeitbereich ist das Mantrailing für ängstliche und teilweise auch für Hunde mit Aggresionspotential ggü. Menschen eine tolle Sache. Die Hunde lernen beim Trailen, dass ihr Hundeführer für sie Probleme lösen kann und bauen gleichzeitig Selbstbewusstsein auf, indem sie merken, dass sie in ihrer Geruchswelt sehr sicher sind. 

 

Individualgeruch

Jeder Mensch hat einen individuellen Geruch der sich aus unzähligen Zellen zusammensetzt.

Diese Zellen sterben und fallen vom Körper ab (ca. 40.000 Zellen pro Minute).

Da der Körper des Menschen im Vergleich zu seiner Umgebung wärmer ist und die warme Luft aufsteigt, entsteht ein Luftzug nach oben.

Mit diesem gelangen die abgestorbenen Zellen in die Umgebung.

Diese abgestorbenen Zellen werden dann von Bakterien zersetzt.

Der Hund sucht nach diesen verwesenden Zellen und orientiert sich am fortschreitenen Zerfall dieser Partikel.

Das ausströmenden Gas der Zelle wird inkl. des Individualgeruch duch die Baktrienzersetzung verstärkt.

 

Wissenswertes über Geruch

Die Zersetzung der Zellen durch die Bakterien wird unter anderem durch die Luftfeuchtigkeit und die Außentemperaturen beeinflusst.

Von den Umwelteinflüssen hängt es ab, wie lange eine Spur für den Hund verfolgbar ist.

An sehr heißen Tagen stellen die Bakterien die Zersetzung der Zellen ein und die Spur ist schwieriger zu verfolgen.

Wenn es aber abends kühler wird und die Luftfeuchtigkeit steigt beginnt die Zersetzung durch die Bakterien erneut und die Spur ist für den Hund wieder verfolgbarer.

Starken Einfluss auf die Wahrnehmbarkeit der Spur haben natürlich auch noch zahlreiche andere Umwelteinflüsse und die Beschaffenheit des Geländes.

 

 

 

Geruchsgegenstand

Damit der Hund weiß, wen er suchen soll, ist ein Geruchsgegenstand erforderlich.

Grundsätzlich kann jeder Gegenstand als Geruchsgegenstand genutzt werden, mit dem die zu suchende Person in Kontakt gekommen ist.

Z.B. Autositz, Türgriff, Schlüssel, Kleidungsstücke etc.

Wichtig ist dabei aber, dass am Besten nur die zu suchende Person mit diesem Gegenstand Kontakt hatte.

Oder dass man zumindest weiß, wer den Gegenstand noch berührt hat.

Wenn die weiteren Person vor Ort sind, können sie vom Hund ausgeschlossen werden und der Hund kann die tatsächlich vermisste Person suchen.

Ein Problem ist es, wenn man nicht weiß, dass eine zweite Person den Gegenstand berührt hat und diese nicht vor Ort ist.

Dann kann es sein, dass der Hund sich die „falsche“ Person aus den beiden Gerüchen heraus sucht und diese verfolgt.

Der Geruchsgegenstand ist also mit besonderer Sorgfalt auszuwählen und zu behandeln.