ID-Tracking

Id-Tracking wird bei der finnischen Polizei sehr erfolgreich zur Suche von Vermissten und Straftätern eingesetzt. Ebenso zum Nachvollziehen von Fluchtwegen und Auffinden von Beweismitteln.

Zur Ausbildung im Id-Tracking gehören folgende Sparten:

  • Lineup

Beim Lineup werden Gläser mit Gerüchen von verschiedenen Menschen aufgestellt.

Dem Hund wird ein Geruch vorgegeben und er soll den dazu passenden Geruch aus den Gläsern heraus suchen und anzeigen.

Neben der Unterscheidung der Gerüche von verschiedenen Menschen kann hier auch das Heraussuchen des frischesten Geruches von einer Person trainiert werden.

 

 

  • Artikelsuche

Bei der Artikelsuche wird dem Hund ebenfalls ein Geruch vorgegeben. Der Hund sucht in- oder outdoor eine vorgegebene Fläche oder einen Bereich ab und zeigt die zu dem vorgegebenen Geruch passenden Gegenstände an.

 

 

  • Tracking

Beim Tracking lernt der Hund die Spur eines Menschen nah an den Fußspuren, also auf der schweren Witterung, zu suchen. Dabei soll er nicht die Bodenverletzung (Fährte) sondern die Individualspur verfolgen. Um dem Hund klar zu machen, dass er nah der Fußspur arbeiten soll, werden kleine Gegenstände (z.B. Büroklammer) durch den Trackleger im Bereich der Fußspur abgelegt. Der Hund wird für das Finden der Gegenstände bestätigt.

Im Gegensaatz zum Mantrailing wird nur selten mit einer Person am Ende der Spur gearbeitet. So wird verhindert, dass der Hund anfängt über Optik oder Hochwind zu suchen.

 

 

ID-Tracking ist für den Hobby- und Einsatzbereich geeignet.

Beim ID-Tracking lernt der Hund ruhig und sehr gründlich zu arbeiten. So ist es besonders für schnelle, hektische und starke Hunde geeignet, die beim Mantrailing schwer zu händlen sind.

 

  • Voraussetzungen Hund:
  • Spiel- und Futtermotivation
  • Konzentrationsfähigkeit

 

  • Voraussetzungen Mensch:
  • Spaß daran selbstständig mit dem Hund Zwischenziele zu erarbeiten
  • Bereitschaft regelmäßig zu trainieren
  • Bereitschaft Trainingspläne zu erarbeiten und zu verfolgen
  • Organisationsfähigkeit
  • Bereitschaft ein Trainingstagebuch zu führen

 

Die Grundausbildung im ID-Tracking besteht aus 5 Modulen á 4 Tage und sollte in der Reihenfolge der Module stattfinden. Nach jedem Modul gibt es Hausaufgaben, die bis zum nächsten Modul erarbeitet werden sollten.

Im letzten Modul gibt es die Möglichkeit in den verschiedenen Sparten (5 Prüfungsteile) eine Prüfung nach den finnischen Richtlinnen abzulegen.

Für Aufbaumodule nach bestandener Prüfung kommt Ilkka regelmäßig nach Deutschland.


Meine Qualifikation zur Ausbildung des ID-Tracking:

Mit Pepper habe ich die Ausbildung zum ID-Tracking durchlaufen und erfolgreich die Prüfung nach den finnischen Richtlinien abgelegt.

 

Bei Ilkka Hormila habe ich eine zweijähre Trainerausbildung absolviert und erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt gibt es 4 von Ilkka zertifizierte Trainer im Id-Tracking. In Deutschland bin ich bisher die einzige qualifizierte Trainerin.

 


 

 Ilkka Hormila

Ilkka Hormila arbeitet seit Jahrzehnten weltweit mit Rettungshundeführern zusammen und trainiert sowohl ID- und Rettungshunde als auch Hundeteams im Hobbybereich.  

Während seiner über 40-jährigen Karriere als Hundeführer bei der Polizei arbeitete Ilkka beispielsweise im Police Dog Training Center als Ausbilder für Fährte, Stöbern, freie Suche, ID-Erkennung und Explosiv-, Drogen-, Brandstiftungs- und Leichenspürhunde der K9 Scent Detection Unit.Er führte auch im operativen Dienst seine eigenen Hunden. Ilkka ist ein international angesehener Dozent und Trainer unter den Beamten und den SAR-Hunde- und Hundeführern und arbeitet in ganz Europa sowie in den USA, Asien und Indien. 

Seine Arbeitsmethode basiert auf der Schaffung stressarmer Lernumgebungen und positiver Methoden. Die Trainings werden genau geplant, protokolliert, bewertet und aufgebaut.

Er zeichnet sich als international anerkannter Dozent und Redner aus, vor allem durch seine große operative Erfahrung und seine Fähigkeit zu unte

rrichten. Ilkka war Mitglied der wissenschaftlichen Gruppe „Wissenschaftliche Arbeitsgruppe für Richtlinien für Hunde und orthogonale Detektoren“ und einer der Redner auf der WOOF 2019 in Großbritannien.

Er ist Gründer von K9 IlMa Global Training.