Nassfutter für Hunde – Natürlich, saftig und oft näher an der Beute

Nassfutter gehört zu den beliebtesten Fütterungsformen – und das aus gutem Grund. Der hohe Feuchtigkeitsgehalt, die intensive Geruchsentwicklung und die weiche Konsistenz machen es für viele Hunde besonders attraktiv.

Doch was macht Nassfutter wirklich aus – und für welche Hunde ist es besonders geeignet?

 


 

Hoher Feuchtigkeitsanteil – ein echter Vorteil

Nassfutter besteht zu etwa 70–80 % aus Wasser.
Das bringt mehrere Vorteile mit sich:

  • Unterstützung der Nierenfunktion

  • Entlastung des Harntraktes

  • bessere Hydration bei trinkfaulen Hunden

  • natürliche Futterkonsistenz ähnlich einer Beute

Gerade ältere Hunde oder Tiere mit Neigung zu Harnwegsthemen profitieren häufig von der höheren Flüssigkeitsaufnahme.

 


 

Fleischanteil und biologische Wertigkeit

Hochwertiges Nassfutter zeichnet sich durch:

  • einen hohen Anteil an tierischem Protein

  • eine ausgewogene Kombination aus Muskelfleisch und Innereien

  • eine bedarfsgerechte Mineralisierung

aus.

Tierisches Eiweiß liefert essenzielle Aminosäuren, die wichtig sind für:

  • Muskulatur

  • Fellstruktur

  • Immunsystem

  • Zellstoffwechsel

  • Hormonbildung


 

Schonendere Verarbeitung als extrudiertes Trockenfutter

Nassfutter wird in der Regel:

  • schonend erhitzt

  • in Dosen oder Schalen abgefüllt

  • durch Sterilisation haltbar gemacht

Es findet keine Hochtemperatur-Extrusion wie bei klassischem Trockenfutter statt. Dadurch bleiben viele Nährstoffe natürlicher erhalten.

 


 

Für welche Hunde eignet sich Nassfutter besonders?

  • Wählerische Hunde
  • Senioren mit Zahnproblemen
  • Hunde mit geringem Trinkverhalten
  • Rekonvaleszente Tiere
  • Hunde mit empfindlichem Magen

Auch bei Untergewicht oder reduziertem Appetit wird Nassfutter häufig besser akzeptiert.

 


 

Mögliche Nachteile

  • Höhere Fütterungsmenge durch Wasseranteil

  • Geringere Lagerfähigkeit nach dem Öffnen

  • Mehr Verpackungsmaterial

  • Teilweise höherer Tagespreis

Ein 20-kg-Hund benötigt beispielsweise etwa 700–800 g Nassfutter pro Tag, während bei Trockenfutter oft 180–250 g ausreichen.

 


 

Qualität entscheidet – nicht die Fütterungsform

Nassfutter ist nicht automatisch besser als Trockenfutter –
und Trockenfutter nicht automatisch schlechter.

Entscheidend sind:

  • Rohstoffqualität

  • Proteinherkunft

  • Mineralstoffbalance

  • Verarbeitungsqualität

  • Verträglichkeit beim individuellen Hund

 


 

Fazit

Nassfutter kann eine sehr artnahe, gut verträgliche und hochwertige Ernährungsform sein – besonders durch den hohen Feuchtigkeitsanteil und die natürliche Konsistenz.

Ob es die richtige Wahl ist, hängt jedoch vom einzelnen Hund, seinem Bedarf und der Gesamtfutterqualität ab.

Eine gute Ernährung erkennt man nicht an der Darreichungsform, sondern an der Wirkung:
Vitalität, stabiles Immunsystem, glänzendes Fell und gesunde Verdauung.